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Ethik Kodex

Dieser Ethik Kodex basiert auf dem Kodex der European Music Therapy Confederation "EMTC".


Einleitung

Musiktherapeuten, die registrierte Mitglieder der an die EMTC angegliederten Gesellschaft GML sind, üben ihre Tätigkeit in sozialer Verantwortung und in Übereinstimmung mit dem Gesetz aus. Sie wahren einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Person, mit der therapeutischen Aufgabe sowie mit jenen Menschen, mit denen sie durch die Behandlung in eine therapeutische Beziehung treten. Der Ethik Kodex dient dem Schutz der Klienten vor unethischen Praktiken und als Orientierung für Mitglieder in ihrem professionellen Verhalten. Sie verpflichten sich diesen Kodex in Wort und Geist zu respektieren, welcher regelmäßig der sozialen und gesetzlichen Entwicklung der Profession angepasst wird.

1. Anwendungsbereich

1.1. Der Ethik-Kodex der GML stimmt mit dem Ethik-Codex der EMTC überein.
1.2. Durch die Unterschrift verpflichten sich die Musiktherapeuten, die bei der GML registriert sind, den Ethik Kodex einzuhalten.
1.3. Bezüglich des Begriffs “Musiktherapie” gilt die Definition der GML.

2. Ziel

2.1. Das Hauptziel des Ethik Kodexes besteht in:
a) Schutz der Klienten vor Schaden resultierend aus unethischem Verhalten
b) Gewährleitsung, dass das Wohl der Klienten unter allen Umständen oberste Priorität ist
c) Respekt vor der Würde und Integrität des Menschen
2.2. Die GML sowie alle registrierten Mitglieder der GML verpflichten sich, bei der Ausübung all ihrer Aktivitäten und Verfolgung all ihrer Ziele diesen Kodex strikt zu achten.


3. Allgemeine Berufspflichten

3.1. Der Musiktherapeut

handelt entsprechend der in diesem Berufsstand anerkannten Qualitätsstandards, welche den Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit bilden.
3.2. Der Musiktherapeut erfüllt die für ihn relevanten rechtlichen und vorschriftsmäßigen Anforderungen, seien sie europäischer oder nationaler Natur.
3.3. Der angestellte Musiktherapeut beteiligt sich weder an offiziellen noch inoffiziellen Arbeitskampfmaßnahmen, die im Widerspruch zu dem genannten Hauptzweck in 2.1. stehen.
3.4. Der Musiktherapeut erhält und verbessert seine Kenntnisse und sein Fachwissen kontinuierlich und unter Supervision. Über seine Bemühungen legt er auf Anforderung des Vorstandes oder der Ethik Kommission Rechenschaft ab.

4. Spezifische Verpflichtungen gegenüber Klienten

4.1. Jede Musiktherapie soll einhergehen mit theoretischer Reflexion. Die Musiktherapiesitzung selbst reicht alleine nicht aus; die Vorbereitung, die Reflexion, die Aufarbeitung der Sitzung sowie die musikalische Recherche sind unabdingbar für diese Behandlung und formen Teil des therapeutischen Prozesses.
4.2. Der Musiktherapeut soll sich des Abhängigkeitsverhältnisses in der therapeutischen Beziehung bewusst sein. Er darf dieses unter keinen Umständen missbrauchen, um seine persönlichen Interessen, z.B. sexueller, emotionaler, sozialer, religiöser, wirtschaftlicher oder ideologischer Art, zu befriedigen.
4.3. Der Musiktherapeut arbeitet auf der Grundlage einer expliziten Vereinbarung mit den Klienten und/oder deren Eltern, Vormund oder Referenzperson. Diese Vereinbarung enthält:
a) Art der musiktherapeutischen Methode
b) Umfang und mutmaßliche Dauer der Behandlung
c) Honorar (gegebenenfalls)
d) Schweigepflicht und, im Falle von Minderjährigen, die im Kinderschutzgesetz festgelegten gesetzlichen Grenzen der Schweigepflicht.
4.4. Der Musiktherapeut behandelt keine Klienten, deren spezielle Therapiebedürfnisse seine Kompetenz übersteigen. Dies gilt auch für Fälle, in denen für eine erfolgreiche Therapie Techniken angewandt werden müssen, die der Therapeut nicht erlernt hat oder nicht im Stande ist anzuwenden.
4.5. Der Musiktherapeut behandelt nur überwiesene bzw. solche Klienten, die den Therapeut aus eigenem Antrieb aufgesucht haben. Der Musiktherapeut darf weder um Klienten werben, noch irreführende Behauptungen über den wahrscheinlichen Ausgang einer Therapie äußern.
4.6. Der Musiktherapeut ist für das körperliche Wohl und die Sicherheit seiner Klienten während der Therapiesitzung verantwortlich. Er informiert sich über jegliche Krankheiten der Klienten, die einen schnellen Zugang zu medizinischer Versorgung oder eine besondere Ausrüstung erfordern.
4.7. Der Musiktherapeut darf keine Untersuchung, Behandlung, Ausbildung, Kontrolle oder Nachforschung vornehmen wenn er dazu körperlich oder seelisch nicht in der Lage ist. Er behält sich das Recht vor, dem Klienten eine Stellvertretung nahezulegen.
4.8. Falls der Musiktherapeut eine Therapieanfrage annimmt, kümmert er sich persönlich um eine gewissenhafte Behandlung und verweist, falls erforderlich, an einen kompetenten Dritten.
4.9. Musiktherapeuten, die nicht über ihren Arbeitgeber versichert sind, schließen auf eigene Kosten eine Berufshaftpflichtversicherung ab.

5. Verantwortung gegenüber Studenten, Praktikanten und Supervisanten

5.1. Die Einzel- oder Gruppentherapie eines Studenten der Musiktherapie darf nicht von einer Person durchgeführt werden, die gleichzeitig mit dem theoretischen Unterricht, der Supervision oder dem Praktikum dieses Studenten verbunden ist oder war.
5.2. Der Musiktherapeut, Ausbilder oder Verantwortlicher für einen Praktikanten, der schwere Bedenken hinsichtlich der Entwicklung eines Studenten/Praktikanten zum kompetenten Musiktherapeuten hat, muss sowohl diesen, als auch die zuständigen Stellen darüber informieren.
5.3. Der Ausbilder oder Verantwortliche für einen Praktikanten überträgt einem Studenten oder Praktikanten nur dann klinische Verantwortung, wenn er ihn entsprechend anleitet und beaufsichtigt.

6 Vertraulichkeit und Datenschutz

6.1. Der Musiktherapeut behandelt die während einer Therapie eines Klienten erhaltenen Informationen absolut vertraulich gemäß den Bedingungen des Strafgesetzbuches.
Sonderfälle:
a) allgemeine Informationen und Daten, die für die Koordination der Behandlung von Klienten absolut notwendig sind, dürfen den betroffenen, professionell Mitwirkenden zugänglich gemacht werden.
b) mit ausdrücklicher Genehmigung des Klienten / Vormund Informationen und Daten zu Ausbildungszwecken. Eine Information kann einem Praktikanten zugänglich gemacht werden, dieser ist selbst an die Vorschriften der Vertraulichkeit und des Datenschutzes gebunden wie der Therapeut.
c) mit der ausdrücklichen Genehmigung von Klienten / Vormund dürfen anonymisierte Informationen und Daten zu Vorträgen, Präsentationen, Fallstudien oder Forschungsprojekten verwendet werden.
d) bei Minderjährigen kann in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Verfügungen gerichtlich verlangt werden, für den Schutz des Kindes relevante Informationen und Daten zugänglich zu machen.
6.2. Unter den speziellen Umständen des Großherzogtums Luxemburg (geographischer und demographischer Kontext) wo die Therapeuten und/oder die Institutionen sowie jede Person einfach und oft miteinander in Kontakt kommen können, wird das Berufsgeheimnis mit besonderer Wachsamkeit gehütet.

7. Forschung

7.1. Jegliche musiktherapeutische Forschungsarbeit, die direkt oder indirekt Klienten betrifft, wahrt den rechtlichen Rahmen klinischer Forschungsarbeit: Priorität sind die therapeutischen Ziele, die Sicherheit des Klienten und der Respekt seiner Anonymität.
7.2. Geistiges Eigentum wird respektiert. Bei Vorträgen und Veröffentlichungen werden die Beiträge Dritter klar angegeben.

8. Berufliche Beziehungen

Der Musiktherapeut bemüht sich um gute Beziehungen mit seinen Kollegen und macht keine herabsetzenden Bemerkungen über sie und strebt im Konfliktfall eine freundschaftliche Lösung an.

9. Chancengleichheit

Soweit es im Einflussbereich des Musiktherapeuten liegt, sollen alle Klienten oder Praktikanten die gleichen Rechte bezüglich Untersuchung und Behandlung haben, unabhängig von ihrer Rasse, Religionszugehörigkeit, ethnischer Abstammung, Geschlecht, sexueller Orientierung oder irgendeiner Form der Behinderung, solange diese Faktoren für die Behandlung keine entscheidende Rolle spielen.



10. Sanktionen bei Verstößen gegen den Ethik-Kodex

10.1. Der unterzeichnende Musiktherapeut ist sich bewusst, dass die GML, als Mitglied der EMTC, verpflichtet ist, allen angezeigten Verstößen gegen ihren Ethik-Kodex nachzugehen und Fehlverhalten der betroffenen Mitglieder falls nötig zu ahnden. Die GML überträgt diese Aufgabe einer Ethik-Kommission.
10.2. Der Musiktherapeut verpflichtet sich, die Entscheidungen der Ethik-Kommission zu akzeptieren.
10.3. Der Musiktherapeut nimmt zur Kenntnis, dass die EMTC die Pflicht hat, die sich ihr angeschlossenen Organisationen, wie die GML, auf die Durchführung und Einhaltung der oben genannten Standards hin zu kontrollieren.

11. Weitere Bestimmungen

11.1. Im Zweifelsfall gilt die französische Fassung.
11.2. Dieser Ethikkodex wurde von der Generalversammlung am
13. Februar 2009 angenommen.

Code de déontologie

Ce code de déontologie se base sur le code de l’European Music Therapy Confederation « EMTC »

Introduction

Les musicothérapeutes enregistrés à la GML, organisation affiliée à l'EMTC, exercent leur activité professionnelle en toute responsabilité sociale et en accord avec la loi. Ils observent une attitude responsable envers eux-mêmes, à l'égard de leur fonction de musicothérapeute et envers les personnes avec lesquelles ils entrent en relation thérapeutique. Ce code sert à protéger les clients contre des pratiques contraires à l’éthique, et à orienter les membres dans leur comportement professionnel. Ils s'engagent à respecter la lettre et l'esprit de ce code, qui devra être régulièrement adapté à l'évolution de la profession dans un contexte sociétal et législatif.

1. Champ d'application
1.1. Le code de déontologie de la GML est en accord avec le code éthique de l'EMTC.
1.2. Par leur signature, tous les musicothérapeutes enregistrés à la GML s'engagent à respecter ce code de déontologie.
1.3. Ils se réfèrent à la définition de la musicothérapie telle que retenue par la GML.

2. Objet
    • Le but principal de ce code de déontologie est:
a) de protéger les clients contre des préjudices résultant d'un comportement contraire à l’éthique,
b) d’assurer qu’en toutes circonstances leur intérêt sera toujours prioritaire
c) de respecter la dignité et l'intégrité de la personne humaine.
2.2. La GML ainsi que tous les musicothérapeutes enregistrés à la GML exerceront toutes leurs activités et poursuivront tous leurs objectifs dans le strict respect du présent code de déontologie.


3. Obligations professionnelles générales 
3.1. Le musicothérapeute se conforme aux normes de qualité et de reconnaissance en usage dans sa profession, quel que soit le contexte de son exercice.
3.2. Le musicothérapeute se plie aux exigences légales et réglementaires le concernant, qu'elles soient européennes ou nationales.
3.3. Le musicothérapeute salarié s’abstient de toute action de revendication professionnelle - officielle ou non - qui contreviendrait au but principal décrit ci-dessus, 2.1.
3.4. Le musicothérapeute maintient et étend ses connaissances et son savoir-faire, par le biais de la formation continue et de la supervision. Il devra pouvoir rendre compte de ses démarches au comité ou à la commission d’éthique de la GML s’ils le demandent.

4. Responsabilités spécifiques envers les clients
4.1. Toute pratique de la musicothérapie doit être associée à un travail de réflexion théorique. La séance de musicothérapie, quelle qu’elle soit, ne se suffit pas à elle-même ; le temps de préparation, de réflexion, de reprise des séances, et le travail de recherche musicale indispensable à cette pratique, font partie du processus thérapeutique.
4.2. Le musicothérapeute doit être conscient du degré de dépendance inhérent à une relation thérapeutique. Il n'abusera en aucune circonstance de cette relation thérapeutique pour satisfaire ses propres intérêts, qu’ils soient d’ordre sexuel, émotionnel, social, religieux, économique ou idéologique
4.3. Le musicothérapeute travaille sur la base d'un accord explicite avec le client, ses parents/tuteurs ou les personnes de référence. Cet accord comprend :
a) l'orientation musicothérapeutique
b) le champ et la durée approximative du traitement
c) le coût (le cas échéant)
d) une explicitation de la nature confidentielle de la thérapie et, dans le cas d'un mineur, des limites de cette confidentialité imposées par la loi sur la protection de l'enfance.
4.4. Le musicothérapeute refuse de prendre en charge des clients dont les besoins spécifiques dépassent ses compétences. Ceci inclut les cas qui nécessitent des techniques spécifiques que le musicothérapeute n’a pas apprises ou n'est pas en mesure d'utiliser.
4.5. Le musicothérapeute ne traite que des clients qui lui ont été confiés ou qui se sont adressés à lui de leur propre initiative. Il ne fait aucune publicité et n'énonce aucune affirmation trompeuse sur l'issue probable d'une thérapie.
4.6. Le musicothérapeute est responsable du bien-être et de la sécurité de son client pendant les séances de thérapie. Il est de son devoir de s’informer des pathologies que présente un client, qui requièrent une assistance médicale rapide ou un équipement spécialisé.
4.7. Le musicothérapeute ne se lance pas dans une évaluation, un traitement, un enseignement, une supervision ou une recherche tant que physiquement ou psychiquement il n’est pas en mesure de le faire et se réserve la possibilité de proposer à son client une prise en charge intérimaire.
4.8. Dès lors que le musicothérapeute accepte de répondre à une demande de thérapie, le musicothérapeute s`engage à assurer personnellement des soins consciencieux et à faire appel s`il y a lieu à l`aide d`un tiers compétent.
4.9. Lorsqu'il n'est pas couvert par une assurance de son employeur, le musicothérapeute doit prendre à ses frais une assurance RC professionnelle.

5. Responsabilités envers les stagiaires, étudiants et supervisés
5.1. La thérapie individuelle ou de groupe d'un étudiant en musicothérapie ne peut être assurée par une personne ayant simultanément un lien à l'enseignement théorique, la supervision ou le stage pratique de l’étudiant.
5.2. Le musicothérapeute, formateur et / ou maître de stage, qui a de sérieux doutes concernant l’évolution d’un étudiant / stagiaire vers une pratique qualifiée de la musicothérapie est tenu de l’en informer et d’en aviser également les instances compétentes.
5.3 Le formateur et / ou maître de stage ne délègue une responsabilité clinique à un étudiant ou un stagiaire en cours de formation qu’à condition de lui donner des instructions précises et d’assurer un encadrement adéquat.

6. Confidentialité et protection des informations
6.1. Le musicothérapeute protège la confidentialité de l'information recueillie au cours du traitement d’un client dans les conditions établies par le Code Pénal.
Cas spéciaux:
a) les informations générales strictement nécessaires à la coordination du mode de traitement peuvent être partagées avec les professionnels concernés.
b) avec l'autorisation formelle du client/tuteur, et pour les besoins de la formation, une information peut être partagée avec des stagiaires, eux-mêmes liés par les mêmes exigences de confidentialité que le thérapeute.
c) avec l'autorisation formelle du client/tuteur une information anonyme peut être publiée pour les besoins d’une conférence, d’une étude de cas ou d’un projet de recherche.
d) dans le cas d'un enfant mineur, les dispositions légales relatives à la protection du mineur pourraient obliger le thérapeute à transmettre des informations.
6.2. Dans le cadre spécifique du Grand Duché de Luxembourg (contextes géographique et démographique) où les professionnels et/ou les institutions ainsi que tout un chacun
peuvent être amenés à entrer en relation facilement et fréquemment, une vigilance toute particulière sera apportée au secret professionnel.

7. Recherche
7.1. Tout travail de recherche en musicothérapie, qui concerne directement ou indirectement des clients, s`inscrira dans le cadre légal de la recherche clinique: priorité sera donnée aux objectifs thérapeutiques, à la sécurité du patient, et au respect de son anonymat.
7.2. La propriété intellectuelle sera respectée. Les contributions de tiers seront clairement mentionnées dans toute conférence ou publication.

8. Relations professionnelles
Le musicothérapeute s'efforce d’entretenir de bonnes relations avec ses collègues de travail et s'abstient de remarques désobligeantes envers eux et, en cas de conflit, recherchera une solution à l’amiable.

9. Égalité des chances
Dans la mesure où cela dépend du musicothérapeute, les clients ou stagiaires en musicothérapie auront les mêmes droits d'évaluation et de traitement, sans aucune discrimination de race, de religion, d’origine culturelle, de sexe, d’orientation sexuelle, de quelque forme de handicap que ce soit : pour autant que ces facteurs n'influencent pas le traitement de manière décisive.

10. Sanctions en cas d’infraction au code éthique

10.1 Le musicothérapeute enregistré est conscient que, en tant que membre de l’EMTC, la GML est tenue d’intervenir à chaque violation du code éthique portée à sa connaissance et, si nécessaire, de sanctionner les membres concernés. La GML délègue cette tâche à une commission d’éthique.
10.2 Le musicothérapeute s’engage à respecter les décisions de la commission d’éthique.
10.3 Le musicothérapeute prend connaissance du fait que l’EMTC se doit de contrôler ses associations fédérées – dont la GML, sur la manière de traiter et de respecter les procédures.

11. Autres dispositions
11.1 En cas de doute, la version française fait foi.
11.2 Ce code de déontologie a été adopté lors de l’Assemblée générale du 13 février 2009.

La version française fait foi
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